Robin Lyall

Autorin


Page: Protagonisten

Die Protagonisten kann man am besten mit Buchzitaten charakterisieren. Wer was über wen gesagt oder gedacht hat, lest ihr hier :)

Rachel

Rachel starrte ihm ungläubig hinterher, unfähig, irgend etwas zu sagen. Was hatte sie eigentlich im Moment an sich, dass plötzlich alle Welt meinte, sie ungefragt küssen zu dürfen? Ihre Lippen bebten. Ihre Beine auch. In ihrem Bauch tanzten ganze Hummelvölker ausgelassen Pogo. Wo er sie berührt hatte, vibrierte alles und ihr Herz schien nicht mehr zu wissen, wie der Rhythmus ging, den es seit fast achtzehn Jahren auswendig kennen sollte. Rachel musste sich setzen und zwar gleich. Sie ließ sich mit ihren Blättern, Stiften und dem Hocker auf den Rasen fallen. Woher wusste er überhaupt ihren Namen? In dem Moment wurde ihr klar, dass sie gerade von Grayson Wolf geküsst worden war. Dem geheimnisumwitterten, gut rasierten Blaubart, vor dem sie alle gewarnt hatten.

Caleb

Rachel über Caleb: „Seit ich hier bin, taucht er immer auf, wenn ich ihn am wenigsten brauchen kann. Als ob er mich wittert.“

Grayson

„Es geht um Grayson“, begann sie. „Sie kennen ihn am längsten hier. Und Sie wissen auch, was wirklich passiert ist, oder? Sie haben gesagt, er sei kein schlechter Mensch. Niemand will mit mir darüber reden oder weiß etwas Genaueres und ich … ich muss es wissen. Was ist mit ihm? Wovor flieht er?“
Der Gärtner sah an ihr vorbei zum Schloss. Er schien abgelenkt.
„Was ist?“, fragte Rachel.
„Nichts“, meinte Humphrey müde. „Nicht alles ist, wie es scheint, Mädchen, das ist alles was ich weiß. Man kann nur bis zur Stirn sehen, nicht dahinter. Hör auf dein Herz und halt die Augen offen. Damit bin ich immer gut gefahren. Aber pass gut auf dich auf und überlege dir genau, wem du vertraust. Ich …“ Er wirkte, als ob er noch etwas hinzufügen wollte, aber sie wurden unterbrochen.

Helen

„Rachel, sag doch was! Ich weiß, dass du da drin bist!“ Helen gab nicht auf. Sie hämmerte beharrlich an die Tür, hinter der Rachel sich wünschte, einfach mit der Klospülung heruntergurgeln zu können und sich im Ozean homöopathisch zu verflüchtigen.
„Hör mal, das hier ist die einzige Kabine ohne Füße, die verschlossen ist. Also, wenn du dich nicht durch die Kanalisation verkrümelt oder einen Geheimgang entdeckt hast, dann komm da jetzt raus.“
Rachel vergrub ihren Kopf zwischen ihren Knien und kreuzte die Arme im Nacken. Sie wollte nichts und niemanden hören und sehen, obwohl es ja schon gut tat, dass sich jemand um sie sorgte.
Auf einmal ertönte Helens Stimme von oben. „Oder willst du unbedingt den Hausmeister kennenlernen? Ich warne dich, der ist ein ziemlich schräger Vogel, vor allem wenn man ihm erklären muss, wieso man quer über der Kabinenwand klemmt und …“ Sie brach ab und der barsche Tonfall schlug um. Ihre Stimme klang plötzlich unsicher und angespannt. „Ähm … stehen Sie etwa schon lange da?“

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